Montag, 18. Februar 2019

Gedankensturm

Das erste Erwachen, das erste Licht
Trifft mitten in die Seele.
Unbedarft schreit aus der Kehle
Das Menschenkind mit kurzer Sicht.

Ich bin dieses Etwas, ich bin dieser Wurm
Aus einer dunklen Umgebung.
Bei der allerersten Regung
Vertont sich ein Gedankensturm.

Nur Kälte kannte ich, nur Leere
In meiner alten Welt.
Neu geboren auf dem Feld
Hüllt Wonne mich in Ehre.
Gedankensturm © Lukas Schaub 2019


© Lukas Schaub 2019
edit - wie heute alles begann

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Sprache & Gefühl

Situationen sind keine Illusionen.
Wie du dich fühlst, so ist es auch.
Intentionen in allen Dimensionen.
Wenn du was willst, dann tu es auch!

Millionen von Kommunikationen.
Wer will was von mir und warum?
Informationen in alle Hirnregionen.
Was bringt nur all das Drumherum?

Klarheit schafft nur Direktheit.
Sag, was du denkst, grad heraus!
Einheit in aller Gemeinheit.
Gib nur Essenzen heraus!

Freiheit statt Ungereimtheit.
Im taktvollen Umgang liegt Mut.
Reinheit ist unsere Freiheit.
Tun wir nur, was uns gut tut!
Sprache & Gefühl © Lukas Schaub 2018

© Lukas Schaub 2018

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Acephalic rage

None of this was supposed to be
At first I did refuse to see
The smell of death amuses me
You are now where you can't flee

I'm your murderer
I'm your murderer
I'm your murderer
Unconscious by rage

All of what has happened here
Hasn't caused a single tear
My eyes dry but yours are mere
They're the empty staring fear

I'm your murderer
I'm your murderer
I'm your murderer
Unconscious by rage

Disappointment led to
Brutal torment I'm in
Fucking rage
Acephalic rage

I despise you
I will slice you
I don't know you
Won't ignore you

I despise you – aaaahhh

-
uuuuhhh
Acephalic rage
Acephalic rage © Lukas Schaub 2018


© Lukas Schaub 2017

|\ Das Untier wird bald erwachen /|

Freitag, 24. August 2018

Begegnung auf der Straße

Halt ein, Fremder!
Da ist noch was hinter der Fassade.
Da gibt es noch viel zu entdecken, viel zu verstehen.
Urteile vorschnell, aber überdenke alles nochmal!
Du wirst sehen, dass mein ganzes Wesen für dich, einen Fremden, nicht fassbar ist.
Genau wie du nicht alles, was dich ausmacht, nach außen trägst.
Du wirst verstehen, dass wir verschieden sind.
Sei die Person, die dich am besten kennt!
Ich bin es für mich, so können wir in Frieden existieren.
Leb wohl, Fremder!
Begegnung auf der Straße © Lukas Schaub 2018


© Lukas Schaub 2012

Donnerstag, 9. August 2018

völlig verwirrt

gib mir einen traum, den ich leben kann
nimm mir nicht den raum, den ich im moment nicht füllen kann
noch versteh ich kaum, was ich können will und wollen kann
zeig mir meinen traum bitte irgendwann

lauf mir nicht davon, denn ich hab dich lieb
bleib mir wie die sonne ein strahlendes herz und so lieb
als das blut geronnen war, hattest du mich nicht mehr lieb
lauf mir doch davon, wenn dir sonst nichts blieb

halt mich nochmal fest, wie es damals war
lass mich nicht dem rest, der doch niemals von bedeutung war
liebe ist ein test, der unmöglich zu bestehen war
halt mich wieder fest und es wird dir klar

fühl mich als gedanken, der dich erfüllt
denk mich als den mann, der ohne träume träume erfüllt
da wir uns nicht kannten, warst auch du von zweifeln erfüllt
schenk mich dem gedanken ganz unverhüllt
völlig verwirrt © Lukas Schaub 2018

© Lukas Schaub 2017

Donnerstag, 24. Mai 2018

The cardboard series, episode 8

Der Versager

otherworld

blood forest

ohne alles

parallel

Das erste Opfer
Der Versager, otherworld, blood forest, ohne alles, parallel, Das erste Opfer © Lukas Schaub 2018

Dienstag, 9. Januar 2018

Ein Triumflorat

© Lukas Schaub 2018
Da stehen sie also, edel wie drei Statuen, die doch lebendig sind.
Die eine ist groß wie eine Mutter, die anderen spielen eher Kind.
Durchaus hat solch ein sonniger Tag familiär-vertrauten Charme.
Dennoch endet der Weg der Kleinen hier auf der schönen Blütenfarm.

Da denkt sich doch tatsächlich das gemeine Ding einen Regen!
Die armen Pflänzlein strecken sich hilflos dem Grase entgegen.
Durchaus könnte man meinen, das schade doch den Blumen nicht.
Dennoch – ihr seht’s, es ist nichts als Farbe – verlieren sie ihr Gesicht.
Ein Triumflorat © Lukas Schaub 2018

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Eigenleben

Du glaubst doch nicht ernsthaft
         an deine absolute
                  Individualität.

Ich sag, wer im Kern rafft,
         dass keiner anders sein kann,
                  hat die beste Saat gesät.

Die Freuden des Ich-Seins
         sind unverwechselbare
                  Kräfte für den freien Geist.

Entbehre des Anscheins,
         dass Einsamkeit erfahre,
                  wer die Masse feindlich heißt.
 Eigenleben © Lukas Schaub 2017 
© Lukas Schaub 2017

Dienstag, 7. November 2017

Von der Freiheit in die Freiheit

Im Großen und Ganzen
befinden wir uns manchmal,
wenn wir wollen, nicht.

Wir wollen nun tanzen,
solange uns das Schicksal
noch nicht unterbricht.
Von der Freiheit in die Freiheit © Lukas Schaub 2017
 
© Lukas Schaub 2017

Saubermänner ohne Schrammen

Fresse halten,
Sonst wird dein Chef dich zusammenfalten.
Nicht erwünscht ist Mitgestalten.

Ich mach, was ich will,
Da wird mein Chef plötzlich still.

Sein Blick sagt:
In mein Büro, aber sofort!
Endlich hab ich mal was gewagt.
Alle Sorgen sind über Bord.

Er faltet mich zusammen.
Nie so gut gefühlt.
Saubermänner ohne Schrammen
Sind doch alle weichgespült.

Ich bin endlich frei!
Kündigung in 3…

© Lukas Schaub 2013

2, 1, doch nicht… 
Denk doch mal, was dann alles wegbricht!
Erfolg hat, wer den Chef besticht.
Saubermänner ohne Schrammen © Lukas Schaub 2017 

Montag, 6. November 2017

Gedankenströme 5x5

Schau mal nach oben! Nein, nicht da.
Du machst doch gerade einen Kopfstand.
Ach ja, stimmt. Ich muss also nach unten schauen, um zu sehen, was über mir ist.
Im Prinzip ja.
Haha.

© Lukas Schaub 2014


Setz dich zu mir! Keine Angst, ich will dir nichts Böses.
Ich will dich nur etwas fragen.
Was denn? So wichtig kann deine Frage ja nicht sein, dass du meine Zeit hier verschwenden musst.
Weißt du, wie wundervoll du bist?
Ja.

© Lukas Schaub 2014


Halt mal bitte! Ja, nur ganz kurz.
Ich muss nur kurz was machen.
Du machst ja gar nichts. Willst du mich eigentlich verarschen, du Idiot?
Genau das wollte ich ja machen.
Was?

© Lukas Schaub 2014


Ruf mich an! Ich würde mich freuen.
Bisher waren es leider immer leere Versprechen.
Wenn du glaubst, dass du mir auch nur einen Tastendruck wert bist, träum weiter!
Du bist wenigstens ehrlich.
Nein.

© Lukas Schaub 2014


Komm mit! Ich zeig dir was.
Sowas hast du bestimmt noch nie gesehen.
Natürlich nicht. Was man einmal gesehen hat, sieht man nie wieder genauso.
Weil die Zeit alles verändert?
Hmm.
© Lukas Schaub 2014
Gedankenströme 5x5 © Lukas Schaub 2017

Dienstag, 31. Oktober 2017

Die Zickzacks

Wenn der Zack im Zickzack geht,
Sieht der Zick ihn an und fleht:
„Ach geh doch nicht so zackig, Zack,
Dir wirbelt’s hinten hoch den Frack,
Dass man dein nacktes Ärschlein sieht
Und jeder sein Gesicht verzieht!“

„Ach hör doch auf zu zicken, Zick!“,
Ruft der Zack ihm da zurück.
Und zack – sieh da, der Zick sieht’s ein:
„So verkehrt kann das nicht sein…
Ich lass ihn weiter Zickzack gehn
Und werd mich, bis er weg ist, drehn.“
Die Zickzacks © Lukas Schaub 2015

© Lukas Schaub 2017

Trüb & klar

Wie wird es wohl geschafft,
Dass man naturtrübem Apfelsaft
Nicht nur fruchtigen Geschmack,
Sondern auch manchen Schabernack
Zu verdanken hat?

Man gibt ein klares Getränk dazu;
Wodka heißt es und im Nu
Steigt die Stimmung immer weiter,
Hat man doch jetzt den Wegbereiter

Für die heitre Tat.
Trüb & klar © Lukas Schaub 2015

© Lukas Schaub 2014/2017

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Flashback

Verstummt sind aller Munde,
Es droht das Rot des Schlächters.
Ein Ende des Gelächters
Gebot die Not der Stunde.

© Lukas Schaub 2017

Wir haben große Angst,
Es fällt herab das Beil.
Du flehtest und verklangst
Mit deinem Seelenheil.
Flashback © Lukas Schaub 2017

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Reflexives Schreiben

Brief an mich selbst von 2014



Bleib dir treu, denn wenn du nur drauf schaust,
Was dich erwarten könnte, wird’s dir blühen.
Bleib des Lebens weiter froh, denn wenn du drauf vertraust,
Was es dir bringen wird, musst du dich nicht mühen.

Bleib so losgelöst vom Stress, dass er dich nie ereilt.
Noch besser kann so ein Zustand sein, wird er nach Möglichkeit geteilt.
Bleib so frei und unbeirrt, dass du kreieren kannst.
Noch schöner wird dein Leben sein, wenn du die Zwänge verbannst.

Dieser Schrieb, so ich ihn schreib,
Sei Antrieb, der dir erhalten bleib‘!

Auch wenn dieses Gedicht vielleicht wenig zielführend erscheinen mag, so ist es immerhin ein weiteres Kunstwerk in der Sammlung, die das Leben bildet. Mit sich selbst zufrieden zu sein ist ein großer und wichtiger Schritt, um alles, was noch auf dich zukommt, bewusster aufzunehmen und besser in eine Richtung zu lenken, die der richtigen im besten Fall entspricht, aber auch gerne abweichen kann, da sich so vieles noch ändern kann und vermutlich wird.
Reflexives Schreiben © Lukas Schaub 2014

Bonus:
© Lukas Schaub 2014/2017

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ort des Nichtgeschehens



1 © Lukas Schaub 2016


2 © Lukas Schaub 2017

3 © Lukas Schaub 2017

4 © Lukas Schaub 2017

5 © Lukas Schaub 2017

6 © Lukas Schaub 2017

7 © Lukas Schaub 2017

8 © Lukas Schaub 2017

9 © Lukas Schaub 2017

10 © Lukas Schaub 2017

Ein Spaziergang durch die Stadt.
Licht weg, Scheiben matt.
Die Wände strahlen Wärme ab.
Mein Bier wird langsam knapp.

Nicht mehr gehen will ich jetzt.
Hand taub, Fuß verletzt.
Ich weiß nicht, wo mein Auto steht.
Ich weiß, wohin es geht.

In dem Viertel war ich oft.
Gerne unverhofft.
Statt Email lieber Flaschenpost.
Dem Fortschritt wird getrotzt.

Nur Begegnungen sind echt.
Handschlag, nicht Gefecht.
Wir legen noch auf Ruhe Wert.
Im Stillen wird verkehrt.

Unverkennbar ist die Saat.
Wesen, Eigenart.
Aus der erwächst ein hohes Gras.
Wir Menschen sind das Maß.

Alle machen hier nicht viel.
Leben, nur ein Spiel?
Die Unmengen, die ich hier schrieb.
Der Tod, den ich vertrieb.

Nicht der Abschied fällt mir schwer.
Ist schon lange her.
Ich weiß, dass ihr mich nicht vergesst.
Ihr seid nie mehr gestresst.

Doch der Rest der Welt bricht ein.
Niemand ist allein.
Ihr seid durch euer Glück geeilt.
Ihr habt dort nie verweilt.

Meinen Feinden sei ein Gruß.
Köpfe voller Ruß.
Der Untergang ist eure Schuld.
Ein leistungsstarker Kult.

Und ich träume meine Stadt.
Licht an, Scheiben glatt.
Ein Freund nimmt mir die Arbeit ab.
Die Zeit wird niemals knapp.
Ort des Nichtgeschehens © Lukas Schaub 2017